Mostafa

Mostafa kam als Jugendlicher von Herat, in Afghanistan, nach Österreich. Nach zwei Monaten in Traiskirchen, wurde er in ein Haus für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge aufgenommen. Mit 18 musste er das Haus verlassen und nachdem er nicht in ein Zimmer mit sieben anderen Männern ziehen wollte, suchte er auf privatem Weg eine Wohnung. Wir haben mit Mostafa über seinen Weg nach Österreich gesprochen, die aktuelle Situation in Afghanistan, aber vor allem über das Afghanistan, das wir nicht kennen und von dem Mostafas Großeltern immer wieder erzählten.

Sehen, was wir sehen sollen

Momentan sehen wir wieder Bilder aus Kabul, dem Flughafen, den Taliban. Mostafa flüchtete Ende 2012 genau davor. Jetzt heißt es überall „sie sind wieder da“, dass sie aber eigentlich nie weg waren, wird dabei aber vergessen. Trotz allem blickt Mostafa nicht nur mit Furcht zurück. Ihn begleiten die Geschichten, die ihm sein Großvater von dem Land erzählt hat. Ihn begleiten die Erinnerung an die wunderschöne Landschaft, die schneebedeckten Berge und die Gastfreundschaft.

„Ich möchte Afghanistan nicht nur besuchen, ich möchte dort reisen und die Geschichten meines Großvaters selbst erleben.“

Lernen, lernen, lernen

Seit Mostafa in Österreich angekommen ist, war ihm klar, die Integration wird nicht einfach. Man darf keine Deutschkurse besuchen, ohne einen Asylbescheid, man bekommt keine Wohnung ohne Erspartes und sozialem Umfeld und von vielen Seiten schlägt Ablehnung entgegen. Die Monate in Traiskirchen beschreibt Mostafa als die schlimmsten in seinem Leben. Mittlerweile arbeitet er mit Jugendlichen, wie auch er einer war und möchte ihnen zeigen, dass er für sie da ist und ihre Ängste und Frustration versteht.

Erfahrt mehr über Mostafa, seiner offenen und lustigen Art und seinen Geschichten aus Afghanistan in dieser Folge!

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