Doro

Mit Doro zu sprechen war für uns unglaublich schön, ihr zuzuhören sehr, sehr hart, aber auch berührend, emotional und vor allem wichtig. Seit sechs Jahren engagiert sie sich in der Flüchtlingshilfe, gründete ihren eigenen Verein und kam vor einigen Wochen aus Griechenland retour, wo sie im Camp Kara Tepe auf Lesbos mithalf, die Geflüchteten zu betreuen.

Gemeinsam stärker

2015 lebte Doro in der Südsteiermark. Sie hatte ein größeres Haus, mit einer Werkstatt, in der sie Keramik herstellte. Im Zuge der Flüchtlingskrise schuf sie in ihrem Haus eine Unterkunft für Geflüchtete um ihnen Unterschlupf zu bieten, ein bisschen Normalität. Zusammen mit Freunden organisierte sie das Nötigste, fragte was die Menschen brauchten und kümmerte sich um Zugtickets, damit Deutschkurse in Graz besucht werden konnten.

„Gehen wirs an, wie wir es im Herzen spüren und im Kopf abgecheckt haben.“

Auch bei ihrem Einsatz auf Lesbos arbeitet sie mit anderen zusammen, koordiniert, organisiert und inspiriert. Immer wieder streicht sie heraus, dass sie alleine nicht diejenige ist, die hilft. Sie ist ein Teil von vielen, die sich Tag für Tag, Monat für Monat einsetzen um den Menschen in den Camps zu helfen.

Kara Tepe

Die Camps. Vorher Moria, jetzt Kara Tepe. Zwei Orte an denen zu sehen ist, dass die EU versagt hat. Doro hat uns die Lage beschrieben, die momentan vorzufinden ist. Seit drei Wochen gibt es „normale“ Duschen, davor gab es Kübel mit eiskaltem Wasser, das teilweise vom Meer geholt werden musste. Statt einer Duschwand, wurden Schlafsäcke als Sichtschutz umfunktioniert. Sommerzelte sollen als Unterschlupf dienen, für Regen und Kälte sind sie aber zu schwach, alles was die Menschen noch ist daher immer nass.

Doro erzählt noch viel mehr von den vorherrschenden Umständen. Sie erzählt aber auch von den schönen Seiten, dem Zusammensitzen mit dem Menschen, dem Lachen, den Geschichten die sie hören durfte. Wir sind unglaublich dankbar Doros Geschichte hören zu dürfen, die all diese Erlebnisse zurück nach Österreich gebracht hat, mit der Bitte, nicht wegzuschauen und zu helfen, wo man kann. Wenn man etwas mitnehmen kann aus Doros Erzählungen dann das: Das Camp in Kara Tepe muss evakuiert werden und zwar sofort.

Wenn du Doro unterstützen möchtest dann kannst du es hier tun:

www.doroblancke.at
www.doroblancke.at/jetzt-unterstuetzen/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.