Die Welt sehen und anderen zeigen
In dieser Podcastfolge von mit Milch und Zucker haben wir mit Lukas Mari über sein Projekt One More Light gesprochen – und über eine Fotografie, die nicht laut sein will, sondern leise wirkt.
Lukas reist durch Städte, Landschaften und Kulturen: von Wien über Wales bis nach Ägypten, von eisiger Kälte bis zu tropischer Hitze. Dabei sucht er nicht nach spektakulären Motiven, sondern nach Atmosphäre, Stille und kleinen Momenten, die oft übersehen werden.
Ob bei grauem Winterlicht in Wien, im Trubel von Kairo, auf einem Fischmarkt in Catania oder mit einer analogen Kamera auf Film: Seine Bilder entstehen aus Geduld, Präsenz und bewusster Entschleunigung.
Lukas fotografiert nicht, um etwas zu besitzen, sondern um wahrzunehmen, was bleibt, wenn der Moment vorbei ist.
Reisefotografie statt Urlaubsfotos
In der Podcastfolge sprechen wir mit Lukas darüber,
- was der Unterschied zwischen Urlaubsfotografie und Reisefotografie ist,
- ob Fotografie heute „instagram-tauglich“ sein muss,
- wie man stille Momente findet und sichtbar macht,
- wie entschleunigtes Reisen funktioniert,
- und ob man an jedem Ort etwas findet, das man anderen zeigen möchte.
Gerade in einer Zeit permanenter Reizüberflutung wirkt Lukas’ Zugang zur Fotografie fast entschleunigend. Seine Bilder wollen nicht schreien – sie wollen beobachtet werden.
„Fotografie bringt mir wieder bei, zu schauen und zu sehen.“
(16:26)
Die Suche nach Atmosphäre
Was Lukas Mari besonders interessiert, ist selten das Offensichtliche.
Nicht das perfekte Postkartenmotiv steht im Mittelpunkt, sondern das Drumherum: Menschen, Licht, Bewegung und Situationen, die im ersten Moment nebensächlich wirken.
„Wenn ich der Millionste bin, der die Pyramiden fotografiert, ist das nett und ich hab’s auch gemacht, aber was mich wirklich interessiert, ist das Drumherum.“
(15:15)
Dabei spielt Licht für ihn eine zentrale Rolle.
„Farben, Komposition, Motiv – ist alles wichtig, aber es ist das Licht, das das Foto ausmacht.“
(20:25)
Analogfotografie und bewusste Entschleunigung
Neben digitaler Fotografie arbeitet Lukas auch analog – bewusst langsamer und reduzierter.
Gerade diese Einschränkung macht für ihn einen besonderen Reiz aus.
„In der Analogfotografie kann ich nicht viel ändern, dann ist es halt so.“
(39:35)
Viele seiner Arbeiten entstehen ohne große Vorbereitung oder exakte Planung.
„Oft schau ich auch, dass ich mich nicht zu viel vorbereite.“
(26:57)
Das Ergebnis sind Fotografien, die nicht perfekt wirken wollen, sondern ehrlich.
Zwischen Leistungssport und Kreativität
Die Fotografie war nicht Lukas’ erster großer Fokus. Vor der Kamera stand lange der Leistungssport im Mittelpunkt seines Lebens.
Doch Verletzungen und Veränderungen führten dazu, dass sich sein Blick neu ausrichtete.
„Es war schnell klar: Leistungssport spielt’s nicht mehr.“
(33:43)
Heute verbindet Lukas Fotografie, Musik und Reisen zu einer sehr persönlichen Form kreativen Ausdrucks.
„Kreativität macht die Welt zu einem besseren Ort.“
(51:49)
One More Light online entdecken
Die Arbeiten von Lukas Mari könnt ihr auf Instagram unter
@onemorelight.mari auf Instagram entdecken.
Weitere Projekte, Fotografien sowie Informationen zu Prints und Kalendern findet ihr auf der offiziellen Website von One More Light..
Wenn ihr mit Lukas Kontakt aufnehmen möchtet, könnt ihr das ebenfalls direkt über seine Website tun.
In der Folge erwähnt Lukas außerdem die Arbeiten der legendären Streetfotografin Vivian Maier, deren Werke bis heute Fotograf:innen weltweit inspirieren.
Zitate aus der Podcastfolge
Fotografie und Wahrnehmung
„Die Zeit muss man sich nehmen.“
(08:25)„Wenn man nicht nur wild herumknipst, sondern sich überlegt: ‚Was will ich festhalten?‘ Da entstehen die guten Fotos.“
(12:27)
Licht und Bildsprache
„Das Beschäftigen mit Licht wird in der Fotografie unterschätzt.“
(20:11)„Farben, Komposition, Motiv, ist alles wichtig, aber es ist das Licht, das das Foto ausmacht.“
(20:25)
Reisen und Beobachten
„Ich würd das jedem raten, in der U-Bahn das Handy in der Tasche zu lassen und zehn Minuten zu schauen.“
(16:04)„Es muss nicht immer gleich Indien sein.“
(42:55)
Kreativität und Social Media
„Ich bin kein Social-Media-Fotograf.“
(50:21)„Man muss irgendwie mitschwimmen in der Social-Media-Bubble.“
(49:55)
Persönliche Entwicklung
„Ich möchte einen ganz eigenen Bildstil entwickeln.“
(43:34)„Kreativität macht die Welt zu einem besseren Ort.“
(51:49)
Jetzt die Folge anhören
Wenn ihr wissen wollt,
- wie Reisefotografie entschleunigen kann,
- warum stille Bilder oft länger wirken,
- weshalb Licht wichtiger ist als perfekte Technik,
- und wie man lernt, bewusster zu sehen,
dann hört unbedingt in die neue Podcastfolge von mit Milch und Zucker rein.

