Niko Alms Blick auf Österreich 2025: Alles anders oder doch nicht?


Niko Alm über Österreich 2025: Wie blickt er auf die politische und gesellschaftliche Lage des Landes? Welche Veränderungen hält er für notwendig? Und wird tatsächlich alles anders oder bleibt am Ende doch vieles beim Alten?

In unserem Gespräch mit Niko Alm über Österreich 2025 geht es nicht nur um Parteien und mögliche Regierungskonstellationen. Im Mittelpunkt stehen auch Medienkompetenz, gesellschaftliche Verantwortung und die Frage, welche Aufgaben der Staat übernehmen sollte.

Niko war im Jahr 2020 unser allererster Gast bei mit Milch und Zucker. Damals, als die Welt noch vergleichsweise normal erschien, sprachen wir mit ihm über Traditionen und das Traditionelle in Österreich. Vier Jahre später hat sich die Welt massiv verändert. Doch wie sieht es mit Österreich aus?

Derzeit ist häufig davon die Rede, dass es kein „Weiter wie bisher“ geben dürfe. In einem Land, in dem Veränderungen jedoch gerne einmal beim berühmten „Schau ma mal“ bleiben, ist ein grundlegender Neuanfang nur schwer vorstellbar. Deshalb wagen wir gemeinsam mit Niko Alm einen Blick in die Zukunft.

Niko Alm über Österreich 2025

In dieser Folge sprechen wir darüber, was sich in Österreich im Jahr 2025 unbedingt ändern sollte. Außerdem geht es um jene Herausforderungen, die dringend gelöst werden müssten, aber möglicherweise lieber auf die Zeit nach der nächsten Wahl verschoben werden.

Niko Alm erklärt, was er sich von einer neuen Bundesregierung erwartet und worauf er lieber verzichten würde. Dabei geht es nicht nur um Parteien und politische Strategien, sondern auch um die grundsätzliche Frage, welche Aufgaben ein Staat übernehmen sollte und wie offen darüber in der Bevölkerung diskutiert wird.

Welche Veränderungen braucht Österreich?

Österreich steht vor zahlreichen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Gleichzeitig fehlt es häufig an der Bereitschaft, unangenehme Entscheidungen offen anzusprechen.

Gemeinsam mit Niko Alm diskutieren wir daher, welche Veränderungen tatsächlich notwendig wären und warum selbst neue Regierungen oftmals vor denselben politischen und finanziellen Realitäten stehen wie ihre Vorgängerinnen und Vorgänger.

Dabei sprechen wir auch über mögliche Regierungskonstellationen, politische Kommunikation und die Frage, ob große Ankündigungen am Ende wirklich zu grundlegenden Reformen führen.

Niko Alm über Österreich 2025: Politik und neue Regierungen

Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die österreichische Medienlandschaft. Traditionelle Medien stehen seit Jahren unter wirtschaftlichem Druck. Gleichzeitig beziehen immer mehr Menschen ihre Informationen aus sozialen Netzwerken, Telegram-Gruppen oder Facebook-Kommentaren.

Niko Alm spricht darüber, warum ein mündiges Medienpublikum heute wichtiger denn je ist. Denn nicht nur die Herkunft einer Information ist entscheidend, sondern auch die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven einzuordnen und kritisch zu hinterfragen.

Niko Alm über Österreich 2025: Medien und kritisches Denken

Medienhäuser haben unterschiedliche politische und gesellschaftliche Ausrichtungen. Das ist nicht grundsätzlich problematisch, solange LeserInnen, HörerInnen und ZuschauerInnen wissen, aus welcher Perspektive eine Information vermittelt wird.

Im Gespräch geht es deshalb auch um Medienkompetenz, selbst geschaffene Informationsblasen und die Verantwortung jeder einzelnen Person. Für Niko Alm bleibt kritisches Denken eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine funktionierende demokratische Gesellschaft.

Niko Alm über Republik und Religion

Neben Politik und Medien beschäftigt sich Niko Alm weiterhin intensiv mit dem Verhältnis zwischen Republik und Religion. Dieses Thema ist für ihn noch lange nicht abgeschlossen und spielt auch bei seinem kommenden Buch eine wichtige Rolle.

Sein Buch „Ohne Bekenntnis“ ist im Buchhandel erhältlich.

Mehr über Niko Alm, seine Arbeit und seine aktuellen Projekte findest du auf alm.net.

Auf X ist er unter @NikoAlm zu finden. Auf Instagram findest du ihn unter @nikoalm.

Alle weiteren Podcastfolgen von mit Milch und Zucker findest du hier.

Cards for Ukraine

In der Folge sprechen wir außerdem über Cards for Ukraine. Das Projekt verbindet Unterstützung für die Ukraine mit kreativen und gesellschaftlichen Initiativen.

Mehr über Cards for Ukraine erfährst du über den entsprechenden Link im Beitrag.

Die wirklich wichtigen Fragen

Natürlich geht es nicht ausschließlich um Politik, Medien und gesellschaftliche Veränderungen. Niko Alm erzählt auch von seinen Reiseplänen, von Aurafotografie und seinem Besuch auf einer Esoterikmesse.

Außerdem stellen wir eine Frage, die für das tägliche Leben in Wien keineswegs unbedeutend ist: Wann werden die öffentlichen Wasserspender der Stadt endlich das ganze Jahr über nutzbar sein?

Alle Möglichkeiten, diese Folge von mit Milch und Zucker zu hören, findest du über den entsprechenden Link im Beitrag.

Zitate aus dieser Folge

Niko Alms Blick auf Österreich 2025

(13:27) „In manchen Bereichen, in denen viel weitergebracht werden könnte, wird sich nicht viel tun.“

(14:33) „Es gibt auch prinzipiell bei guten Gesetzesvorhaben und Umsetzungsvorhaben Kritikpunkte, auf die man hinweisen muss.“

(15:10) „Blau-Schwarz wird auch keinen Spielraum haben, etwas umzusetzen, was sich andere auch nicht leisten können. Die stehen vor den gleichen Realitäten.“

(15:17) „Es gibt wahrscheinlich auch die gleiche Hemmung, unerfreuliche Botschaften den Menschen zu überbringen, wenn’s nicht unbedingt sein muss.“

(18:03) „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Bundeskanzler Kickl eine Rede halten kann, die zumindest den Buchstaben nach verbindlich und für die gesamte Bevölkerung ansprechend ist.“

(24:14) „Wenn es zu dieser Regierung kommt, dann fliegen die Fetzen.“

(24:26) „Die Fetzerei beginnt.“

(26:29) „Es wäre schön, einmal breit mit der Bevölkerung zu diskutieren, was überhaupt Staatsaufgaben sind und in welcher Intensität die wahrgenommen werden.“

(28:23) „Wenn man leichtfertig sagt, der Markt regelt das, heißt das nicht notwendigerweise, dass der Markt es zur Zufriedenheit aller regelt.“

Politik und politische Kommunikation

(56:26) „Wir werden, wenn diese Regierung entsteht, Personal kennenlernen, von dem wir nicht angenommen hätten, dass es existiert.“

(56:35) „Ich verlasse mich ganz auf die FPÖ, dass jeder Tiefpunkt unterschritten wird, den wir bisher kannten.“

(56:45) „Mir wird das Lachen im Hals stecken bleiben, aber Donald Trump haben wir auf der anderen Seite ja genauso.“

(56:54) „Wenn’s nicht so tragisch wäre: Vieles, was Donald Trump sagt, ist so absurd, dass man es sich kaum ausdenken kann.“

(57:49) „Man muss in die Vorwärtsverteidigung gehen.“

(59:18) „Man kann betroffen und verärgert sein und trotzdem darüber lachen, das geht sich aus.“

(59:37) „Ich kann jemanden für einen riesigen Trottel und verachtenswert halten und nichts davon teilen, was er sagt, aber trotzdem über seine schlechten Witze lachen.“

Medien, Demokratie und kritisches Denken

(43:05) „Die traditionelle Medienlandschaft ist seit vielen Jahren massiv unter Druck.“

(44:47) „Vielen Medien fehlt das Geld zum Überleben.“

(47:40) „Das Einzige, worauf man hoffen und bauen kann, ist, dass sich die ideologischen Ausrichtungen und Schlagseiten der einzelnen Medienhäuser – die an sich nichts Verwerfliches sind, man muss nur wissen, wo die Leute zuhause sind – ausgleichen und man ein mündiges Medienpublikum hat, das auch einordnen kann, woher eine Information kommt.“

(48:08) „Das Wichtigste ist trotz allem kritisches Denken.“

(50:25) „Wenn sich so ein mündiges Publikum herausbildet, ist schon viel gewonnen.“

(51:45) „Es gibt viele, die ihre Nachrichten aus Telegram-Gruppen und Facebook-Kommentaren beziehen, und das ist schon eine sehr selbstkuratierte eigene Blase.“

(53:05) „Der ganze Medienbereich ist ein einziges Dilemma seit vielen, vielen Jahren.“

Republik und Religion

(41:17) „Ein Thema, das mich nach wie vor beschäftigt, nämlich Republik und Religion, ist noch lange nicht auserzählt.“

Reisen, Esoterik und persönliche Pläne

(07:03) „Die Antarktis nochmal zu sehen, bevor sie abgeschmolzen ist, wäre schon recht interessant.“

(09:26) „Was du Visionboard genannt hast, könnte man auch als Kalender bezeichnen.“

(35:48) „Ich will mir Aurafotografie im Selbststudium beibringen.“

(36:45) „Ich habe gar nichts gekauft auf der Esoterikmesse. Leider.“

(1:03:45) „Ich würde nie nur eine Sache machen wollen.“

(1:05:20) „Immer schön optimistisch bleiben. Es ist alles nicht so schlimm, wir kriegen das alles wieder hin.“


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