Weihnachten und mit Milch und Zucker gehören mittlerweile einfach zusammen. Deshalb gibt es auch heuer wieder eine ganz besondere Weihnachtsfolge. Dieses Mal ist Kostümbildnerin Veronika erneut bei uns zu Gast. Bereits 2018 haben wir mit ihr über Mode und Kostümbild gesprochen. Nun erzählt sie von ihrer Arbeit am Film „Bach – Ein Weihnachtswunder“, von historischen Kostümen, aufwendiger Recherche und natürlich von ihren ganz persönlichen Weihnachtstraditionen.
Bach – Ein Weihnachtswunder: Die Geschichte hinter dem Film
Der Weihnachtsfilm „Bach – Ein Weihnachtswunder“ spielt im Leipzig des Jahres 1734 und erzählt die Geschichte des Barockkomponisten Johann Sebastian Bach. Im Mittelpunkt stehen seine Familie, seine außergewöhnliche Leidenschaft für die Musik und die politischen Herausforderungen seiner Zeit während der Entstehung seines wohl berühmtesten Werks – dem Weihnachtsoratorium.
Weihnachtsfilme gehören für viele Menschen zur Adventzeit einfach dazu. Umso spannender war es für uns, mit Veronika über ihre Arbeit an diesem besonderen Film zu sprechen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.
Bach – Ein Weihnachtswunder: Historische Kostüme und ihre Entstehung
Wie beschäftigt man sich mit Kleidung aus dem Jahr 1734? Welche Stoffe und Schnitte gibt es heute kaum noch? Und welche Kleidungsstücke würden wir heute vermutlich gar nicht mehr tragen wollen?
Veronika erzählt, wie viel Recherche hinter historischem Kostümbild steckt und warum Authentizität bei Filmproduktionen eine so große Rolle spielt. Dabei sprechen wir auch darüber, welche Kleidungsstücke eigens angefertigt werden müssen, warum Kamera und Kostüm untrennbar zusammengehören und weshalb selbst kleinste Details entscheidend sein können.
Bach – Ein Weihnachtswunder: Veronika Albert über ihre Arbeit als Kostümbildnerin
Veronika arbeitet als Kostümbildnerin für Film- und Fernsehproduktionen. Mit viel Leidenschaft für historische Mode und akribischer Recherche entwickelt sie authentische Kostüme, die Geschichten lebendig machen. Für den Weihnachtsfilm „Bach – Ein Weihnachtswunder“ war sie für das Kostümbild verantwortlich und gibt in dieser Folge spannende Einblicke hinter die Kulissen ihrer Arbeit.
Kostümbild zwischen Geschichte und Gegenwart
Neben ihrer Arbeit an „Bach – Ein Weihnachtswunder“ sprechen wir auch darüber, wie sich historische Mode von heutigen Trends unterscheidet und warum manche modernen Interpretationen historischer Kleidung nicht immer überzeugen.
Außerdem erzählt Veronika, welche Kleidung heute kaum noch erhältlich ist, welche Herausforderungen Dreharbeiten mit sich bringen und warum die richtige Kleidung SchauspielerInnen dabei hilft, ihre Rolle authentisch zu verkörpern.
Bach – Ein Weihnachtswunder: Weihnachten, Familie und persönliche Traditionen
Natürlich darf in einer Weihnachtsfolge auch das Persönliche nicht fehlen. Veronika erzählt, wie sie Weihnachten feiert, welche Familientraditionen ihr besonders wichtig sind und warum Dankbarkeit für sie eine große Rolle spielt.
Außerdem verrät sie ihren ganz persönlichen Geheimtipp für einen Weihnachtsfilm und erzählt, weshalb für sie Weihnachten vor allem ein Fest des Zusammenseins ist.
„Bach- Ein Weihnachtswunder“ mit Veronikas wunderschönen Kostümen gibt es in der ARD Mediathek nachzusehen.
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Zitate aus dieser Folge
Weihnachten
(01:31) „Falalala, es ist Weihnachten.“
(04:13) „So früh haben wir noch nie eine Weihnachtsfolge geplant.“
Dankbarkeit und Leben
(06:23) „Ich bin im Moment sehr, sehr dankbar, dass ich dieses Leben leben darf.“
(29:54) „Ich bin jeden Tag dankbar und ehrfürchtig, dass ich diesem wunderschönen Beruf nachgehen kann.“
(32:32) „Es ist so wichtig, wenn man sich bei der Arbeit freut.“
Recherche und historische Kostüme
(09:10) „Ich war von Mitte Jänner bis Mitte Februar am Drehort.“
(09:36) „Recherche ist ein Hauptbestandteil einer Kostümbildnerin.“
(12:35) „Gerade bei historischen Kostümen ist es sehr, sehr schwer, wirklich perfekt passende zu finden, ohne selbst anfertigen zu müssen.“
(14:44) „Kamera und Kostüm gehören sehr zusammen.“
(15:01) „Wir haben besprochen, dass es schön werden soll.“
(17:09) „Für eine noch schönere Passform gibt es ein zusätzliches Popscherl.“
(18:03) „Bei ‚Licht‘ bin ich das erste Mal in diese Mode eingetaucht.“
(20:10) „Die Schauspielerin kann sich besser identifizieren, wenn sie das Richtige anhat.“
(20:44) „Bridgerton hab‘ ich mir eine Folge angeschaut und dann verweigert.“
(23:23) „Versteckter Zipp geht gar nicht.“
(34:33) „Es muss alles akkurat sein, aber so was wie Thermostrumpfhosen und andere Wärmegadgets sind wichtig.“
(36:02) „Ich bin sehr detailverliebt.“
(39:27) „Männer wollen oft zuerst die Hose anziehen und kommen dann drauf, dass die Strümpfe darunter gehören.“
Film und Kreativität
(45:12) „Ich schreibe an einem Drehbuch.“
(46:50) „Der Film spielt nur zu Weihnachten.“
(47:18) „Es ist eine wahre Geschichte.“
(48:07) „Ich hab‘ nur noch geweint, weil der so schön gesungen hat.“
(57:26) „Film ist fake.“
(58:45) „Dass das Kostüm einzigartig und besonders ist, funktioniert nur, wenn auch die Geschichte einzigartig und besonders ist.“
(1:00:00) „Mode ist einfach spannend.“
(1:02:51) „Ich tu jetzt so streng, aber in Wirklichkeit, wenn der Film gut ist, ist mir das auch egal.“
Weihnachten und Familie
(49:22) „Wir haben so einen guten Zusammenhalt in der Familie.“
(49:39) „Bei uns war es immer ein Zusammenkommen von: Jeder, wie es für sich gut ist.“
(50:58) „Mein Beten ist in den Wald gehen und durchschnaufen.“
(52:05) „Schenken kann ein Duschgel sein, das schon überall seit drei Jahren ausverkauft ist und du hast es noch in Mistelbach in einer kleinen Drogerie gefunden.“

