Wie verändert sich unser Blick auf die Welt, wenn wir beginnen, unsere eigene Geschichte zu erzählen?
Wir haben etwas zu feiern: Vor sieben Jahren haben wir zum ersten Mal auf den „Veröffentlichen“-Button geklickt. Seitdem sind über 300 Podcastfolgen von mit Milch und Zucker entstanden.
Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, haben wir die Seiten gewechselt: Brenda hat sich diesmal Akim als Co-Host geholt und gemeinsam sprechen sie mit Christiane Hurnaus über die vergangenen sieben Jahre – und darüber, wie sehr sich ein Leben verändern kann.
Denn in dieser besonderen Folge geht es um weit mehr als Nostalgie.
Wir sprechen über Christianes Weg von der politisch aktiven Studentin zur kreativen Macherin am Theater, über das Leben in Kalifornien, über kreative Routinen und über das Schreiben als große Liebe.
Vor allem aber geht es um Geschichten – und darum, wie sich unser Blick auf die Welt verändert, wenn wir beginnen, unsere eigene Geschichte zu erzählen.
Vom Podcast zum Schreiben
Für Christiane Hurnaus war das Schreiben nie nur Hobby, sondern immer auch Möglichkeit, Gedanken, Erlebnisse und Gefühle zu verarbeiten.
„Der Trick ist hinsetzen und weiterschreiben.“
(37:37)
Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern darum, überhaupt anzufangen.
„Das leere Blatt ist ein Schas.“
(36:03)
Heute arbeitet Christiane intensiv an Kurzgeschichten und eigenen Buchprojekten – mit einer sehr klaren Haltung:
„Ich schreib meine Kurzgeschichten mit der österreichischen Seele im Kopf.“
(28:20)
Zwischen Kalifornien, Theater und Neuanfang
Ein großer Teil der Folge dreht sich um Veränderungen und Neuanfänge.
Der Umzug nach Kalifornien war für Christiane nicht nur geografisch, sondern auch persönlich ein großer Schritt.
„Ich war noch nie außerhalb von Europa, also warum nicht gleich dorthin ziehen?“
(12:33)
Und trotzdem bedeutet Ankommen nicht automatisch, sich vollständig angekommen zu fühlen.
„Ich bin immer noch nicht in der Kultur angekommen und bin jetzt seit vier Jahren hier.“
(21:54)
Gerade diese Offenheit macht die Folge besonders ehrlich und nahbar.
Kreativität zwischen Zweifel und Motivation
Im Gespräch wird außerdem deutlich, wie eng Kreativität oft mit Selbstzweifeln verbunden ist.
„Jedes Mal, wenn ich mich hinsetze, denke ich mir: Was willst du jetzt schon wieder schreiben?“
(33:54)
Trotzdem bleibt Christiane konsequent dran – auch weil sie weiß, dass kreative Arbeit oft erst im Tun entsteht.
„Es lässt die kreativen Juices flowen.“
(42:40)
Und manchmal gibt es plötzlich diesen Moment:
„Eigentlich ist das ein Buch und eigentlich hab ich das geschrieben.“
(46:17)
Geschichten erzählen und Menschen Raum geben
Wie auch bei mit Milch und Zucker selbst geht es Christiane darum, Menschen zuzuhören und Geschichten Raum zu geben.
„Ich find’s schön, wenn man den Leuten im Hintergrund mehr Beachtung schenkt.“
(14:38)
Das spürt man sowohl im Podcast als auch in ihrer Arbeit als Autorin.
Denn oft sind es gerade die kleinen Momente, die am meisten bleiben.
„Oft sind’s kleine Momente, in denen ich mir denke: ‚Lustig, dass das mein Leben ist.‘“
(45:11)
Christiane Hurnaus online entdecken
Mehr von Christiane Hurnaus findet ihr auf Instagram unter
@diekoernerinschreibt auf Instagram
Weitere Geschichten und Texte könnt ihr außerdem auf ihrem
story.one Profil lesen.
In der Folge sprechen wir außerdem über Akims Podcastfolge
„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“ aus dem Jahr 2019.
Die Folge könnt ihr hier anhören:
Podcastfolge mit Akim anhören
Zitate aus der Podcastfolge
Schreiben und Kreativität
„Das leere Blatt ist ein Schas.“
(36:03)„Der Trick ist hinsetzen und weiterschreiben.“
(37:37)
Veränderung und Mut
„Vor sieben Jahren hat noch eine ganz andere Person dieses Leben gelebt.“
(09:24)„Ich hab gekündigt, weil ich wusste, wenn ich mich jetzt nicht ernsthaft hinsetze und ausprobiere, dann werd ich das nie wieder tun.“
(27:30)
Geschichten und Menschen
„Ich find’s schön, wenn man den Leuten im Hintergrund mehr Beachtung schenkt.“
(14:38)„Wir sind nicht aus Simmering-Simmering, sondern aus Kaiserebersdorf-Simmering.“
(22:21)
Gedanken übers Leben
„Irgendwann denkt man sich: Nehmt’s mich, wie ich bin, oder halt nicht.“
(09:53)„Keine Angst, wird alles gut. You do you.“
(54:23)
Podcast und Kreativität
„Das Schöne ist: In einem eigenen Podcast kann man machen, was man will.“
(38:45)„Meine Finger sind oft schneller als mein Kopf.“
(37:20)
Jetzt die Folge anhören
Wenn ihr wissen wollt,
- wie Schreiben helfen kann, das eigene Leben besser zu verstehen,
- warum kreative Arbeit oft mit Zweifel beginnt,
- wie sich ein Leben durch Reisen und neue Perspektiven verändert,
- und weshalb Geschichten Menschen verbinden können,
dann hört unbedingt in die neue Podcastfolge von mit Milch und Zucker rein.

